Preiserhöhung im Versicherungssektor
Elena Sanz, CEO von Mapfre in Spanien, erklärte am Mittwoch, dem 19. Juni, dass alle Versicherer in Spanien die Preise erhöhen, obwohl einige dies nicht zugeben. Sanz erklärte, dass im Fall von Mapfre die Erhöhungen je nach Kunde und Risiko personalisiert seien, mit besonderen Auswirkungen auf die Automobilindustrie.
Preissteigerungsfaktoren
Während seiner Rede bei einem APIE-Kurs an der Menéndez Pelayo International University begründete Sanz die Erhöhungen der Kfz-Versicherung mit dem Anstieg der Preise für Komponenten und Arbeitskräfte. Er erinnerte daran, dass dieses Segment immer noch Verluste verzeichnet und das Unternehmen daran arbeitet, es so schnell wie möglich profitabel zu machen.
Auswirkungen der Inflation auf andere Branchen
Auch im Gesundheitssektor übt die Inflation Druck auf die Preise aus, wenn auch nicht so stark wie die Lieferkettenkosten, die sich auf Autoteile auswirken. Im Heimbereich ist die Situation ähnlich, wenn auch weniger kritisch.
Muface-Bedingungen und Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen
In Bezug auf die Krankenversicherung für Muface-Beamte, die von SegurCaixa Adeslas, Asisa und DKV bereitgestellt wird, bemerkte Sanz, dass diese Unternehmen aufgrund der hohen Unfallrate und der veralteten Preise der Vereinbarung Betriebsverluste verzeichnen. Sanz wies darauf hin, dass Mapfre die Bedingungen der öffentlichen Ausschreibung, die die Regierung nach dem Sommer starten wird, prüfen könne, sich aber nur beteiligen werde, wenn sie profitabel sei.
Überprüfung außergewöhnlicher Risiken
Sanz plädierte dafür, die vom Insurance Compensation Consortium abgedeckten außergewöhnlichen Risiken zu aktualisieren, um die Lücke zwischen den Übernahmen der Versicherer und diesem Unternehmen zu verringern. Episoden wie Blizzard Filomena werden derzeit nicht abgedeckt.
Umkehrhypothek und Einsatz von KI
In Bezug auf die umgekehrte Hypothek betonte Sanz, dass Mapfre in Zusammenarbeit mit der Banco Santander dieses Produkt Senioren anbietet, um ihr Einkommen aufzubessern. Mapfre hat diesen Dienst in Madrid gestartet und plant, ihn schrittweise und transparent auf andere Regionen auszudehnen.
In Bezug auf künstliche Intelligenz (KI) erwähnte Sanz, dass bei Mapfre mehr als 200 KI-Projekte im Gange sind. Er stellte jedoch fest, dass die Einführung von KI in großen Unternehmen häufiger vorkommt als in KMU, und plädierte für eine stärkere öffentlich-private Zusammenarbeit und Subventionen, um den Zugang zu diesen Technologien zu demokratisieren.
Sanz betonte auch die Bedeutung einer ausgewogenen KI-Regulierung, die Risiken schützt, ohne die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu bremsen.
